Die Geschichte der OPTI Solar Projektoren (2)

Ebenfalls im Jahre 1977, auf der ersten Ausstellung in Großbritannien im Bloomsbury Crest Hotel in London, die vom BADEM (Britischer Verband der Hersteller von Diskothekausrüstung), der späteren Organisation PLASA, organisiert wurde, veranstaltete die Fa. Optikinetics ein Preisausschreiben mit dem 10.000ten Solar 250 als Preis. Dieses Modell war verchromt und wurde dem Gewinner, Martin De La Fuente, einem Diskjockey aus Nord-London, durch den Chairman von Optikinetics, Neil Rice, überreicht. (Bild)

Bis in die 90er Jahre wurden alle Solar Projektoren der Fa. Optikinetics in den Firmenfarben Schwarz und Silber gefertigt. Mit dem in den 90ern aufkommenden Markt für Anwendungen im Ausstellungsbereich wurde der Solar 250 ganz in weißem Finish auf den Markt gebracht.

Ungefähr während der ersten beiden Jahre der Produktion des Solar 250 wurden die Projektoren mit zwei runden 3-poligen 240V-Ausgängen für Zubehör ausgerüstet, und alle Vorsatzgeräte waren dementsprechend 240V-Geräte. Später wurden diese Art der verwendeten Stecker und Steckdosen von britischen Behörden für unsicher erklärt, obwohl sie für den Einsatz mit 240V ursprünglich legitim angeboten worden waren.

Die nachfolgende Produktion des Solar 250 erfolgte von da an mit Steckdosen für 12V-Zubehört in einer flachen, 2-poligen Ausführung. Die Firma erlebte dann einige Probleme mit Kunden, die die neuen 12V-Vorsatzgeräte kauften, um sie mit ihren vorhandenen Projektoren zu verwenden. Es gab ein paar Kunden, die den neuen 2-poligen Stecker abgeschnitten und mit der alten 3-poligen Ausführung ersetzten. Dann stöpselten Sie einen 12V-Motor in die 240V-Stromversorgung, was sehr gefährlich war und meist einen großen Knall verursachte!

Im Jahre 1979 wurde die Anzahl der 12V-Steckdosen am Solar 250 von zwei auf drei erhöht und das „Gate“ (= doppelter Einschubschlitz zwischen Lampe und Objektiv) aus geformtem Kunststoff eingeführt. Der Grund, warum das Gate aus Kunststoff eingeführt wurde, war dass die Fertigung des Metallgehäuses des Projektors einschließlich des geschweißten metallenen Gates länger dauerte als die anschließende Montagezeit für alle Bauteile. In diesem Jahr erreichte man auch die Produktionsspitze für Solar 250s mit der Herstellung von 2.000 Einheiten im Monat August.

1980 erfolgte die Einführung des Sound Animated Solar 250. Dieses Produkt folgte der erfolgreichen Sound Animator Unit,die ein Zubehörteil für den Standard Solar 250 war. Die “Sound Animator Unit” hatte 1979 von der britischen Zeitschrift Disco International den Preis für den besten neuen Beleuchtungseffekt gewonnen. Deswegen war die Integration des „Animatorschaltkreises“ in den Projektor eine logische Fortsetzung.

Der „Sound Animated Solar 250” hatte drei “animierte” 12V-Steckdosen an einer Seite und zwei kontinuierliche 12V-Steckdosen auf der gegenüberliegenden Seite. Eine Tonquelle wurde über einen 3,5mm Mono-Klinkenstecker mit der Vorderseite des Projektors verbunden. Der „Animatorschaltkreis” innerhalb des Projektors wandelte das Musiksignal in eine pulsierte 12V-Versorgung, die mit der Tonquelle synchronisiert war. Mit besonderem Animator-Zubehör, das mit schnellen Zweirichtungs-Synchronmotoren bestückt war, resultierten daraus „Sound to Light“-Effekte - Bewegung synchron zum Klang. Der „Sound Animated Solar 250” wurde besonders Anfang der 1980er mit dem Aufkommen der „Beam Effects“ beliebt. Diese erzeugten Strahlen durch Rauch oder Nebel hindurch, statt ein Bild auf eine Wand oder eine Leinwand zu werfen, wie die „Effekt“-Projektoren es bis dahin getan hatten. Zu der Zeit wurde das Standard-Objektiv von 60mm auf 85mm geändert. Dies verlieh den Beam-Effekten mehr Kraft, die typischerweise von der Bühne aus in Richtung Publikum hinausgestrahlt wurden.


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Optikinetics Chairman Neil Rice übergibt den Preis an Martin De La Fuente.
 
 
Sound Animated Solar 250
 
 
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