DIE GESCHICHTE DER OPTI SOLAR-PROJEKTOREN
von Neil G. Rice (Chairman of Optikinetics Ltd.)

Die Firma Optikinetics Ltd. wurde am 27. November 1970 gegründet. Während der ersten beiden Jahre kaufte die Firma Dia-Projektoren aus einer Vielzahl von Quellen und baute sie in Effekt-Projektoren um, indem sie Motoren und Effekt-Scheiben nachrüsteten. Da sie dann feststellten, dass dies nicht immer kostengünstig war oder für den Markt zufriedenstellende Endprodukte ergab, bat die Fa. Optikinetics ihren Hauptlieferanten von Dia-Projektoren darum, einen speziell entwickelten Effekt-Projektor herzustellen. Doch dieser lehnte ab, indem er behauptete, dass der Markt dafür nur 5 Jahre existieren würde. Dieser Lieferant produzierte später, sehr schmeichelhaft für uns, eine Kopie des „Solareffects-Gate“, das so genannte DDU (Double Drive Unit = Doppelantreibseinheit), das auf ihren Projektor passen sollte. Dies ermöglichte die Verwendung von Solar-Zubehör und Effekten an ihrem Projektor und stellte einen Versuch dar, den Umsatzrückgang ihres Projektors aufzuhalten, während der Solar 250 den Markt eroberte.

Im Jahre 1972 hat die Fa. Optikinetics ihren ersten „Effekt-Projektor“ den Solar 100 produziert. (Bild). Dies war ein 3"-Effekt-Cassetten Projektor mit seitlicher Zufuhr mit einer konvektionsgekühlten (d.h. ohne Gebläse) Quarzhalogenlampe 100W 12V. Eine etwas spätere Variante dieses Projektors, der Solar 100A war identisch, abgesehen davon, dass er entweder in Rot, Gelb oder Blau angeboten wurde. Der ursprüngliche Solar 100 wurde nur in Schwarz angeboten, wie bei Henry Ford!

Der stärkere und vielseitigere Solar 250 wurde im Jahre 1973 bei der ersten Ausstellung des Nationalen Verbandes der Discjockeys vorgestellt, die von Ben Cree in der Sundown Discotheque in der Charing Cross Road in London veranstaltet wurde. Dieser Standort wurde später zu Busby's Diskothek und wird zur Zeit als ein Lokal für Live-Musik unter dem Namen LA2 betrieben.

Der Solar 250 hatte immer eine Quarz-Halogenlampe 250W 24V. Die ersten wurden mit einer Philipps M33 Displayausführung mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von immerhin 300 Std. ausgestattet. Dies war ein signifikanter Fortschriftt gegenüber der 250 W Lampenversion A1/223 mit einer durchschnittlichen Lebensaduer von nur 50 Std.

Die ersten Solar 250s waren eine Ganzmetallausführung und wurden mit einem 60 mm Weitwinkelobjektiv sowie einem Scheiben-Motor und Cassetten-Motor ausgestattet. Das 60mm-Objektiv erlaubte es den mobilen Diskjockeys, die oft alleine auftraten, die Projektoren auf der Bühne in ihrer Nähe zu behalten und trotzdem ein großes Bild hinter ihnen zu projizieren. Zuvor hatten Betreiber von Lightshows mit Objektiven mit schmaleren Projektionswinkeln von hinten im Saal auf die Bühnenkulisse projiziert. Die Motoren wurden zusammen mit dem Projektor geliefert, um den Vertrieb sowohl der 3"-Effekt-Cassetten als auch der6"-Effekt-Scheiben zu fördern. Die Zugabe beider Motoren zusammen mit dem Solar 250 wurde im Dezember 1977 eingestellt.


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Der erste Optikinetics Projektor: Solar 100 aus dem Jahr 1972.
 
 
Eines der ersten Exemplare des Solar 250 - mit seitlichen 240 V Buchsen für die Motoren und Metall-Einschub.